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Freitag, 23. Januar
(Hamburg) Auf den Osterbekkanal starren und warten, bis dem Blesshuhn eine Schneeflocke auf den Kopf fällt, mitten drauf.
Sonntag, 18. Januar
(Sonntach in Berlin) Mit den Freunden den Mehringdamm entlangelatscht, hier und da Schaufenster kommentiert, die neuen Lagerräume der sehr verehrten Edition Gauglitz beäugt, Geld gezogen, hin und her überlegt: Was bringen wir den Ausrichtern des Salons mit, den wir zu besuchen gedenken? Endlich fällt die Entscheidung: Über die Straße, zum Zeitungsladen, der offenbar auch Alkohol verkauft; Salon und Alkohol, das passt.
Warum dieses lange Intro? Nun, weil es natürlich bemerkenswert ist, dass wir so und nicht anders den Mehringdamm entlanglatschen; wir haben in einer Viertelstunde sehr viele Entscheidungen getroffen, die unser Leben auch ganz anders hätten verlaufen lassen können (ich liebe diese Verbenhäufungen im Deutschen), nämlich so, dass wir einfach 10 Minuten früher oder 10 Minuten später oder auch gar nicht in diesen Zeitungsladen gestiefelt wären, und dann hätten wir halt nicht gesehen, wie H.-C. Ströbele seinen Spiegel kauft. Von uns natürlich königlich ignoriert (soll der Mann doch in Ruhe seinen Spiegel kaufen, wir kaufen hier ja auch nur ganz in Ruhe unseren Rotwein, Chianti oder nicht Chianti, das sind die Fragen, die anstehen). Anders der Zeitungshändler, ein netter Türke, eine Zehntelsekunde wischt ein Strahlen über sein Gesicht, ein wiedererkennendes Ach Hallo! entweicht ihm, bevor er sich innerlich und preußisch zur Ordnung ruft und den Gast gleich wieder in die Anonymität versinken lässt,
die dieser ganz offenbar jetzt gerade wünscht, der Zeitungsverkäufer schaut eine Hundertstelsekunde lang konspirativ "ja, ich habe das Spiel verstanden, das neue Berlin-Spiel, da wird nicht gekumpelt, dit is Polletick!" und ist dann wieder ganz kühl und fremd.
Wir verschwinden, wagen später einen Blick zurück, Ströbele steht vor dem Laden, hat den Spiegel aufgeschlagen und starrt gebannt hinein. Irgend wie gruselt mich dieses Bild. Aber vielleicht gruselt ihn auch nur die Titelgeschichte über den Plastinator Gunter von Hagens, der seine Leichen offenbar ganz gerne dem Scharfrichter vom Schafott klaubt. Schnell zum Salon und ein Glas Chianti.
Samstag, 17. Januar
(Hamburg) Ulrich Raulff (der, der neulich in der SZ diese großartige Hymne auf den Ford Mustang verfasste - die besten Artikel stehen derzeit auf den Mobiles-leben-Seiten dieser Zeitung, abgesehen natürlich von Burkhard Strassmanns Audi-Quattro-Text in der ZEIT; Polos nassmachen in Bayerisch-Kongo - sehr geil) Ulrich Raulff also verlangt in der Wochenendbeilage ebendieser Zeitung nach einer automobilen Formenkunde. Genau. Finde ich auch. Was sollen immer diese Modeseiten, Architekturfibeln, Designerdiskussionen - das Auto ist es, das unserem Auge so ganz en passant erzählt, was schön ist und was hässlich, es ist konzentrierter Ausdruck dessen, wes Geistes Kind sein Designer ist (und ob der Zeichner ein wahrer Designer war. Das ist wie bei Segelbooten).
Wenn der Designer zum Beispiel Albrecht Graf Goertz heißt und mit flockiger Hand den BMW 507 von 1955 designt hat, den Roadster aller Roadster, und dann auch noch mit schwarzen Slippern und weißen Socken (das ist wahrer Adel) lässig für den Fotografen an seiner Kreation lehnt, dann wissen wir, dass wir sehr großes Glück gehabt haben (schließlich muss man ja blechgewordene Beleidigungen wie den Ford K ertragen, furchtbar. Neulich las ich, dass Ford in der Publikumsgunst ganz unten steht; es gibt also doch noch Hoffnung, dass diese entsetzliche Marke endlich verschwindet - aber den Mustang, den können sie dalassen). Ulrich Raulffs Artikel ziert ein wunderschöner Mercedes Benz SEL 300 6.3, Baujahr 1968-1972 (guter Jahrgang, höhö). Den hätte ich gern. Mit Fahrer, wenn's geht. Ich les dann die SZ, im Fond. Früher las man die FAZ, im Fond. Tja.
Apropos Auto: In einer Verlagsbeilage des "Journalist" (--> über die Verlagsbeilage als papiergewordene Unverschämtheit werde ich mich ein anderes Mal auslassen) werden Auto-Motor-Magazine vorgestellt. Der neue Trend, angeblich: Dass auch "Laien" über Autos schreiben. Und sogar Frauen. Frauen! Zum Beispiel im Autotest von der ZEIT.
So, liebe Leute, jetzt sage ich euch mal was. Ich habe jahrelang die Vereinsgazette des ADAC studiert (keine Ahnung, warum, es hat mich irgend wie gefesselt, diese geballte Mischung aus Technikgeilheit und Spießertum und dieser völlige Mangel an ästhetischem Interesse), also, ich sage euch: Seid ihr alle Dr. Auto, oder was?! Kann man das irgend wo studieren? Gibt es eine _unabhängige_ Institution, die einem das Auto als solches, unabhängig von irgend welchen schicken PR-Broschüren, nahebringt? Was heißt hier "Laien"? Jeder Autofahrer mit ein wenig Grips in der Birne, ein wenig Liebe zum Automobil (opps, VW-Werbespruch. Aus Liebe zum Essen - Pfanni!) und technischem Basisverständnis kann einen guten Autotest schreiben. Sogar Frauen. Mannmannmann.
Mittwoch, 14. Januar
(Hamburg) Sehr gut für die Seele ist auch der Queen-Victoria-Afternoon-Tea im Vier Jahreszeiten in Hamburg. Wir fallen dort am Neujahrstag in unseren dicksten Pullis ein, denn es ist wirklich sehr kalt draußen (der Plan, zum Atlantic zu laufen vom Jungfernstieg, wird nach wenigen Metern fallen gelassen und Zuflucht bei der Konkurrenz an der Binnenalster gesucht, schnellen Schrittes und wehenden Mantels - es ist wirklich sehr kalt!). Als Referenz an den feinen Ort habe ich mir nur den Kardinalsring der Großmuter an den Zeigefinger gesteckt. Mal schauen, ob den jemand küssen will. Der Zeremonienmeister bittet uns sehr freundlich, ein wenig zu warten, denn das Café ist voll (Lounge, könnte man sagen, sagt man aber nicht). Wir warten gerne und sehen zu, wie erfolgreiche Damen und Herren in Strenesse und Armani in das Café
hineinwehen, verwöhnt genug, um zu glauben, dass für sie überall Platz ist, und vom Obermeister genauso zum Warten gezwungen werden wie wir in unseren schabrackigen Winterpullovern, und auch dann hinauskomplimentiert werden, wenn sie bereits sitzen. Das bereitet uns eine gewisse Freude, denn man merkt sofort, ob die Leute nur reich sind, oder ob sie reich sind _und_ Kinderstube haben - einer stampft ohne ein weiteres Wort einfach wieder hinaus. Tja.
Schließlich bekommen wir den besten Platz, am Kamin, und schlürfen Tee und speisen feine Scones und Sandwiches und Mini-Windbeutelchen. Niemand küsst meinen Ring, aber ich sehe darüber hinweg.
Dienstag, 13. Januar
(Hamburg) Wen die sandsteinerne Innenstadt Nürnbergs zu erdrücken droht, der flüchte sich in die Lounge Drei Raben. Köstlich luftig, weiß und rot, die Theaterpremierengesellschaft am Nebentisch verbreitet großstädtische Nonchalance (man trägt verrutschten Lidstrich), und die Kellner/Barkeeper sind männlich, wohlgeformt und ein ganz bisschen arrogant, das ist schön. Der Martini Cocktail wird am Tisch gemixt, und die Keeperhände fliegen so munter von hier nach da, dass ich wie bei einem Hütchenspieler irgend wann gar nicht mehr begreife, wie dieser köstliche Hauch von Martini an meinen Bombay Sapphire Gin gelangt ist (mein Argusaugen-Begleiter klärt mich auf: Eiswürfel mit Martini anschmelzen,
Martini wegschütten *schluchz*, benetzte Eiswürfel durch den Gin ziehen, Eiswürfel weg, servieren - großartig). Dazu Oliven von der Qualität, wie man sie in madrilenischen Markthallen bekommt (<-- höhö, voll globegetrottet, die Leßmöllmann). Die Musik stimmt auch.
Leider hat das Lokal grade eine Heimchenplage. Sehr lustig. Chamäleons lieben Heimchen, ich nicht. Warten wir ein paar Tage ab.
Samstag, 10. Januar
(Hamburg) Ein Stück über Erotik in der SZ vom Wochenende. Ich lese diesen Text natürlich, immerhin prangt die leckere Uschi Obermaier daneben. Und außerdem beginnt der Artikel mit einer Ausschweifung, also einer Abschweifung, Abschweifungen von Journalisten sind immer Ausschweifungen, sie lassen dem zuständigen Redakteur die Haare zu Berge stehen und ihn hoffen und bangen, der Autor möge doch bitte bitte spätestens im nächsten Absatz den roten Faden wiederfinden, weil sonst nämlich diese unangenehmen "Thema verfehlt"-Telefonate anstehen, die dem sowieso angeschlagenen Redakteursmagen so gar nicht gut tun, man ist ja sensibel, also, der SZ-Text beginnt mit einer Abschweifung, und ich bin begeistert, ich liebe das. Dieser Autor schweift in der eigenen Wohnung ab auf der Suche nach Erotik und findet ein Bonanza-Quartett,
sehr possierlich. Doch dann unterläuft ihm im vierten Absatz folgende Bemerkung: "Erotik. Gleich denkt man an einen augenzwinkernden, rotweintrinkenden Bonvivant mit Wildleder-Mokassins und geräumiger Jazz-DVD-Sammlung."
Nein. Tue ich nicht. Ich denke bei Erotik an alles mögliche, aber bestimmt nicht an einen grenzalkoholischen (="rotweintrinkenden") gescheiterten (="augenzwinkernden") Altlinken (="Bonvivant", höhö) in verfehltem Schuhwerk mit Tendenz zur Pedanterie (="Jazz-DVD-Sammlung"). DVD! Sammlung! Ein Jazz-Liebhaber mit DVD!-Sammlung!, das ist doch ein Widerspruch in sich, Jazz ist Lust, verstreute Plattenhüllen im Wohnzimmer, zu den Klängen von Johnny Hodges auf dem Fensterbrett getanzt, aber Jazz-DVDs-Sammlung, also, wo soll da bitte Erotik herkommen, die Erotik ist zwar die fleischgewordene Lehre vom Widerspruch, aber doch bitte nicht so. Ach Gott mein armer Magen. Und wenn es Ironie war, ist es auch Mist, denn Ironie, sagt Tucholsky - lass es bleiben mit der Ironie, jedenfalls in Zeitungsartikeln. (Können Altlinke überhaupt Sex haben? Ich meine _erotischen_ Sex? Das ist die Frage des Tages. Ich gebe weiter an Uschi Obermaier).
Montag, 5. Januar
(Hamburg) Das Unglaubliche an der Gesundheitsreform ist doch ihre Verstaubtheit. Wie unwürdig ist es, beim Arzt 10 Euro zu bezahlen, Praxisgebühr. Jeder Kassenarzt muss sich jetzt so eine Geldkasse hinstellen (ganz neue Konnotation des Wortes "Kassenarzt") und Wechselgeld haben oder "Haben Sie es passend?" fragen, dieses Geld sammeln, dieses Geld übergeben, nach irgend welchen wahrscheinlich aus den 50er Jahren stammenden logistischen Maßgaben der Krankenkassen oder wer immer dieses Geld dann eintreibt. Man kommt sich im Zeitalter der Geldkarten, des Internet-Banking und des Marsflugs doch ein bisschen verschaukelt vor, wenn man da wie im Mittelalter erst zwei Talerchen in die Hand des Arztes zählt, der diese dann womöglich erstmal auf Echtheit prüft (Draufbeißen ist eine beliebte Methode gewesen) und sorgsam in seiner
Kasse verstaut, bevor er - ja, was? Ich meine, was macht der Arzt denn überhaupt noch, was die Kasse bezahlt? Puls messen? Blutbild? Da fängt es schon an, nicht jeder Wert im Blutbild ist ein Kassenwert, das eine oder andere muss man eh schon selbst bezahlen. Ach ja.
Aber zurück zur Kasse. Cool (es gibt vielleicht doch ein cooles Leben im uncoolen) wäre es doch gewesen, wenn Ulla Schmidt uns allen aufladbare Krankenkassenkarten geschenkt hätte, die GeldCard für die Kasse sozusagen, und den Ärzten ein schickes Lesegerät, und dann steckt man das da rein und die 10 Euro werden abgebucht. Und gleichzeitig werden über alle Kassen hinweg Vorsorgeuntersuchungen, Rücken-, Diät-, Raucher-, Ernährungsberatungen übernommen, von den Kassen angepriesen und die Ärzte kriegen besondere Vergünstigungen, wenn sie viel solcher Vorsorgeberatungen und -untersuchungen machen. Kundenbindung für den Hausarzt, Vorsorge zum Wohle des Patienten. Wer die Vorsorge nicht macht, zahlt empfindlich mehr; wer Beratungen macht, wird nach Kräften unterstützt und bekommt alle Informationen, die er braucht, der Arzt fungiert als Berater, was das beste Fitnesstraining für ihn persönlich ist etc., und der Patient wird durch einen deutlich niedrigeren Beitragssatz belohnt. Die freie Arztwahl
wird konsequent abgeschafft, der Hausarzt überweist immer (so wie früher, by the way) und der Hausarzt muss alle Patientendaten, auch vom Zahnarzt, auch vom Facharzt, bei sich haben, damit der den Patienten im Ganzen vor sich hat, wenn er ihn betreut. Wenn man in eine andere Stadt zieht, sucht man sich einen neuen Hausarzt, und der macht dann mit dem alten eine richtige Übergabe, damit man anamnesetechnisch nicht wieder von vorne anfängt. So.
All das schwebte der Ulla Schmidt ja irgend wie vor (im Zweifel für die Angeklagte), aber es ist halt alles (noch?) nicht so richtig geworden. Mein Krankenkasse hat sich immer noch nicht entschieden, wie sie genau meine Anstrengungen zur Vorsorge (Rücken!) belohnen will ("Kiesertraining? Nein, das zahlen wir nicht. Sie können einen Volkshochschulkurs machen. Wenden Sie sich bitte an die AOK.") Haha. An die AOK. Wofür zahle ich meine teure Krankenkasse eigentlich, wenn sie mich im Ernstfall verweisen? Und was heißt hier Volkshochschule? Turnen in kaltschweißigen Schulturnhallen mit Matten aus den 70ern? Außerdem war meiner Krankenkasse das Hausarztmodell unbekannt (man geht grundsätzlich erst zum Hausarzt und lässt sich zum Facharzt überweisen, und dafür erhält man Boni von der Krankenkasse; manche Kassen machen das), "Was? Nein, das _gibt es gar nicht_!"
Solidaritätsprinzip?! Rette sich wer kann. Mich verliert ihr, Leute, wenn sich da nicht bald was tut.
Samstag, 3. Januar
(Hamburg) Nochmal zum Thema "Was wir uns wünschen" fürs neue Jahr, Titel der ZEIT-Silvesterausgabe: Natürlich wünschen wir uns einen "Jaguar MK II, Bj. 1965, mit Kfz-Mechaniker". Daran, meine Damen und Herren, merken wir, was eine wirklich gute Zeitung ist. Mit Kfz-Mechaniker, genau. Das ist nicht nur wahr, sondern zukunftsweisend. Früher war das nämlich so: Wer sich einen Jaguar leistete, beschwichtigte seine neiderfüllten Freunde gleich mit dem Spruch: "Ach wisst ihr, eigentlich braucht man ja nicht einen, sondern drei!" Das löste dann erstmal Tumulte aus, die sich aber gleich wieder legten, denn der Freund jammerte gleich ein wenig rum, was für eine unglaubliche Last ein solches Auto ist ("Tut euch das bloß nicht an." Unnötig, hinzuzufügen, dass dieser Rat die Freunde nur teilweise beruhigte.) Also: Man braucht
drei Jaguars, weil - einer steht eh immer in der Werkstatt, der zweite ist in Reserve, und den dritten fährt man.
Aber die ZEIT ist da natürlich subtiler, wer will schon drei Jaguars haben (das ist doch protzomat, voll 80er, das geht nicht), viel besser ist es doch, gleich einen Arbeitsplatz zu schaffen, sich seinen persönlichen Kfz-Mechaniker einzustellen... Entschuldigung, ich werde gerade total unrealistisch.
Freitag, 2. Januar
(Hamburg) Die Wochenendseiten der SZ ließen mich neulich das Innere England entdecken. Großartig. Nicht die innere Emigration, sondern das innere England ist das nächste Reiseziel. Ich knirsche mit rahmengenähten Schuhen und denke: Ein guter Weg. Überhaupt war das eine sehr gelungene Wochenendbeilage der SZ (sie finden sich langsam; wenn sie sich jetzt noch angewöhnen könnten, nicht mehr jeden Accent grave falsch zu setzen, sondern nur noch jeden, sagen wir, zweiten, dann wär ich schon sehr glücklich). Generell ist man ja auf der Suche nach Stil und Klasse, die ZEIT in ihrer Silvesterausgabe: Wo ist es bloß geblieben, das Großbürgertum? (Einschub: Gehen wir jetzt mal davon aus, dass das Großbürgertum was mit Stil und Klasse zu tun hat. Es ist im Zweifel eine völlig verfehlte Annahme. Aber das macht jetzt nichts.)
Nun, ich sage euch, das Großbürgertum lebt undercover, putzt heimlich und eigenhändig sein Familiensilber und überlegt, ob es sich nicht doch demnächst wieder einen Butler leisten kann, jetzt, wo man Hausangestellte über Minijobs einstellen und von der Steuer absetzen... Parbleu, "von der Steuer absetzen" ist natürlich ein zutiefst kleinbürgerliches Kriterium und deswegen strikt abzulehnen... oder - ist es vielleicht doch adelig und deshalb erstrebenswert? Und das Großbürgertum zieht sich in seine abgeschabte Sofaecke zurück, in der es seit 50 Jahren schon über sein Woher und Wohin nachgrübelt. Vergeblich.
Donnerstag, 1. Januar
(Hamburg) Allen Dramolettisten wünsche ich ein fantastisches neues Jahr. Mögen euch die Ideen in Scharen anfliegen und die Welt euch ein köstliches Lächeln schenken (mindestens einmal die Woche). Und möge eine ägyptische Königin mit schöner Nase einen Haushofmeister schicken, der euch mit Gold überhäuft.
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