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Mittwoch, 13. Dezember
(Mannheim) Mhm. (Irgendwo zwischen Heilbronn und Stuttgart ward mir dieses Gericht mal als "Ofenschlupfer" serviert, was ich possierlich finde.)

Montag, 11. Dezember
(Mannheim) Und, nein, ich bin nicht schwanger, ich bin auch nicht krank. (Könnte man beides zwar annehmen bei dem Konsum dreier Eier im Glas, aber, liebe Leute! Kommt runter von low Colesterol, das waren doch alles nur pharmazeutische Spindoktoreien, und was hat Pfizer jetzt davon?!) Die dritte Annahme stimmt: Ich habe einen neuen Job, und deswegen leiden die Dramolette, denn plötzlich sitzt man wieder nächtens und sonntags (aber auch Maxim Biller arbeitet immer sonntags und hat am Samstag frei - ich glaube, ich bin Jüdin, ich mach es auch so. Allerdings bekomme ich für dieses Bekenntnis kein Honorar von Cicero, Achtung, nur ein Archivstück ;)) Ich verneige mich aber vor der treuen Lesergemeinde, vor den fernen und guten Freunden, die irgendwann leise anmerken: "Geht es Dir gut? Wir lasen so lange kein Dramolett." Freunde, ihr baut mich auf! Ihr macht mich stark! Ihr haucht den Dramoletten wieder Leben ein. Und das ganz ohne RSS-Feed (mit dem man sich, in der Blogwelt, über neue Einträge informieren kann - so was gibt es hier nicht. Hier geht man auf www.lessmoellmann.net und schaut mal. Ich bin darauf sehr stolz, liebe Freunde des herzblütigen Dramoletts). Und noch eine Klammer: (Dass die Dramolette retro sind, darf auch nur Lorenz auf www.clubvolt.de, pardon, das ist abgeschaltet, ab sofort weiterlesen auf www.scarlatti.de sagen.) Ich sage: Das hier ist kein Blog! www.no-blog.de! Also auch kein Trackback, kein Ping, kein RSS! Das ist was für die Harten hier. Das kostet Eintrittsgeld, sozusagen; da muss man vorher denken (fühlen?), let's have some dramolett, und dann draufgehen. Nix mit Software, die auswählt. Das ist wie ein Salon. Da trifft man sich, und stolpert nicht einfach zufällig rein, weil der Blackberry quäkt, geh da jetzt hin.

Aber bevor ich mich jetzt hier in den totalen Elitismus reinsteigere: Ich liebe Blogs. Ich bin nur zu faul, den ganzen Software-Quatsch hier zu installieren (und dann den Spam aus ungepflegten Kommentaren auszujäten, argl). Und außerdem haben die Dramolette Geschichte! Fünf Jahre! Die gab es schon, als es das Wort Blog nur in ersten sündigen Gedanken gab und die heutigen Blogger noch in die Windeln... ach egal.

Sonntag, 10. Dezember

Ei im Glas

(Mannheim) Nachtrag: Mit Konzentration und Genuss drei Eier im Glas verspeisend, Café Kult, 3. Dezember (schönes Filmchen mit festgefrorenen Menschen: hier).

Freitag, 8. Dezember
(Mannheim) Der Kampf um Web 3.0 ist entbrannt - nämlich um die Frage, was das eigentlich ist. Für die einen ist es das Semantic Web, aufgesetzt auf Web 2.0 (gelesen in der NYT, sorry, kein Link), für die anderen ist es das abgeschottete Konsumentennetz, in dem nur Geldströme zählen. Liebe Leute, passt mal auf: Beide Ideen sind uralt. Am Semantic Web wird seit Jahren herumgedoktort und noch immer muss ich bei Google +Kindergarten +Mannheim eingeben, wenn ich mich mühsam zu einem vernünftigen Ort für ein Kind durchsuchen will, und kann nicht "Ich suche einen Kindergarten für die dreijährige Tochter meiner französischen Nachbarin; er sollte also zweisprachig sein" eintippen, und Semantic Google sucht es mir - weil es die natürliche Sprache versteht. Die zweite Idee ist genauso alt wie das Web selbst: Schmeißt die Demokratie raus, führt die Plutokratie ein und lasst nur die surfen, die auch shoppen. Dass man das jetzt beides Web 3.0 nennt, ist eine ziemlich hohle Augenwischerei.

Freitag, 8. Dezember
(Mannheim) I love the word "truism".

Mittwoch, 6. Dezember
(Mannheim) OK. Ich werde jetzt Web 2.0 zu meinem Forschungsthema erklären. Es gibt kaum eine hübschere Möglichkeit, sich im Web zu verlieren und das als Arbeit zu deklarieren. Und dazu Musik hören und sich gleichzeitig was aus Flickr vorspielen lassen...

... und dann steht plötzlich der GEZ-Mann vor der Tür. Den hatte ich noch nie, den GEZ-Mann. Liegt daran, dass mein Büro keine Gegensprechanlage hat. Voll in die Falle getappt (ich hatte mit den Zeugen Jehovas gerechnet und mir eine schneidige Antwort in Sachen Missionieren und wie krank ist das denn zurecht gelegt. Tscha.) Der GEZ-Mann behauptete, ich sei selbstständig und habe ein Auto. Und deswegen müsse ich ja wohl GEZ-Gebühren für mein Autoradio bezahlen.

Bodenlose Unverschämtheit. Woher hat der Mann diese Infomationen? Oder rät er einfach nur?

Datenschutz! Verbraucherzentrale! Zeter und Mordio!

Ich habe den Kram jedenfalls in den Reißwolf gesteckt.

Und jetzt geh ich essen.

Dienstag, 5. Dezember
(Mannheim) Ach ja - Antenne bloggt mit Steve auf gehirn-und-geist.de. Have fun!


 

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(c) Annette Leßmöllmann