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Montag, 24. März
(Mannheim) Listening to Don Paulin with verve and happiness

Freitag, 21. März
(Mannheim) Frühlingsanfang. Das Leben der Dramolettistin bestand aus sehr vielen Dingen, die hier nur im Schnelldurchlauf genannt seien:

- Preis verliehen, möglicherweise Doktorand gefunden, Journalistik-Tagung erlebt, Expert Meeting on Science Journalism in Europe genossen (es geht - man kann Englisch Französisch Spanisch an einem Tag und ständig abwechselnd und trotzdem einigermaßen verständlich sprechen. Man muss das afrikanische Modul im Kopf anschmeißen, das sagt - es muss nicht perfekt sein, Hauptsache, du kommunizierst. Wenn man nämlich alles perfekt sprechen will, dann kommt es zu den Blackouts, dass einem nur noch Spanisches einfällt, obwohl man gerade Französisch sprechen will. Locker bleiben - dann klappt das auch mit Europa, liebe Freunde des afrikanischen, also plurilingualen Dramoletts. So arbeiten ja auch Sprachlernmethoden wie EuroCom - viele Sprachen gleichzeitig, statt immer nur eine. Klammer zu.)

- Mit den Studenten das , das und das besucht und äußerst inspirierende Gespräche geführt.

- Auf der Kristallhütte abgehangen und das hier gehört. (Auf Fell liegen, Alpen schauen, Tyrolean Boy bringt Milchkaffee und macht Witz - ersetzt jeden zünftigen Drogentrip, I guess. So ne Art Wachkoma bemächtigt sich meiner, das Hirn läuft auf vollen Touren und gleichzeitig voll beruhigt, Konzentration auf die Wirklich Wichtigen Dinge Des Lebens, sozusagen: double-U double-U, double-D, and L!)

- Beim Skat gewonnen.

- Beim Bloggertreffen der scilogs in Deidesheim gewesen, Gastgeber der kleine feine Verlag Spektrum der Wissenschaft, für den ich eine gewisse Schwäche hege: Großartig nett inspirierend, auch lecker und vielerorts adäquat besungen, schön zusammengefasst hier

- Weiterbildung bei dem begnadeten Herrn Hatzius, tjahaaaa, die hessischen Fachhochschulen, Leute, die tun was! Quintessenz der Woche, die außerordentlich inspirierend war: (1) Latentes Leben schadet nicht (2) Ab und zu schadet auch der thermonukleare Angriff nicht (3) wer das nicht versteht, auch ok (4) Die alberne Konkurrenz zwischen Universitäten und Fachhochschulen ist deshalb so albern, weil man da inzwischen Äpfel mit Birnen vergleicht. Wenn ich höre, was an so genannten Eliteuniversitäten an Lehre angeboten wird, dann - nun Leute, zieht Euch warm an. Die Standards werden jetzt woanders gesetzt, würde ich jetzt mal keck behaupten wollen. Ende der Durchsage und in diesem Sinne allen Kolleginnen und Kollegen ein frohgemutes Sommersemester.

--schnipp

Ein kleiner Nachtrag aus meinem Leben als ICE-Reisende:
"Meine sehr verehrten Damen und Herren, wir erreichen in Kürze Mannheim. Ihre Anschlusszüge (blablabla)... Und nun

noch ein wichtiger Hinweis: Bitte steigen Sie nur in der 1. Klasse aus, wenn Sie auch ein 1.-Klasse-Ticket besitzen.

Sollten Sie keines besitzen und dennoch in der 1. Klasse aussteigen, sind wir vom Serviceteam Ihnen gerne beim Kauf

eines solchen behilflich. Danke schön!"

Im Speisewagen bricht ob dieser Nachricht Heiterkeit aus. Was ist denn nun los? Kollektiv und unabgesprochen

beschließen alle, in der 1. auszusteigen. Nichts passiert. Zugchefs, die bellen, beißen nicht? Oder nur eine kleine spaßige Einlage? Zugchef goes Dada? Egal, wir hatten Spaß.


 

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(c) Annette Leßmöllmann